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Kommunale Wärmeplanung

Wärmebedarf verstehen. Eignungsgebiete bestimmen. Versorgung vorbereiten.

Die kommunale Wärmeplanung verbindet Wärmebedarf, Gebäudestruktur, vorhandene Netze und lokale Energiepotenziale. So kann die Kommune geeignete Versorgungsgebiete erkennen und Maßnahmen für Wärmenetze, dezentrale Lösungen und Sanierung priorisieren.

Auf einen Blick

  • Ziel: Tragfähige Versorgungsgebiete bestimmen
  • Handlungsdruck: Sehr hoch
  • Ergebnis: Wärmeplan mit Eignungsgebieten und Maßnahmen
  • Beteiligte: Kommune, Stadtwerke, Netzbetreiber und weitere lokale Akteure

Drei Wege zur Umsetzung

1. Einstieg: Potenziale sichtbar machen

Vorhandene Informationen werden zu einem ersten räumlichen Lagebild zusammengeführt.

Mögliche Ergebnisse: Wärmebedarfskarte, besonders wärmeintensive Quartiere und eine Übersicht vorhandener Infrastruktur.

2. Standard: Eignungsgebiete bestimmen

Wärmebedarf, Gebäudestruktur, Infrastruktur und lokale Potenziale werden systematisch miteinander abgeglichen.

Mögliche Ergebnisse: Eignungsgebiete für Wärmenetze und dezentrale Lösungen sowie räumlich priorisierte Maßnahmen.

3. Integriert: Szenarien vergleichen

Unterschiedliche Entwicklungen wie Sanierung, Netzausbau und neue Energiequellen werden miteinander verglichen.

Mögliche Ergebnisse: Versorgungsszenarien, Ausbaupfade und eine fortschreibbare Planungsgrundlage.


In fünf Schritten zur Umsetzung

  1. Ziel und Verantwortlichkeit klären
  2. Ausgangslage und vorhandene Projekte erfassen
  3. Benötigte Datenarten bestimmen
  4. Eignungsgebiete und Szenarien bewerten
  5. Maßnahmen priorisieren und fortschreiben

Beispiel aus der Praxis: Wunsiedel

Kann das vorhandene Biomasse-Wärmenetz bis in den historischen Ortskern erweitert werden?

Die Analyse verbindet den hohen Wärmebedarf des Ortskerns mit der bereits vorhandenen erneuerbaren Wärmeinfrastruktur. Daraus entsteht ein konkreter Ansatz für die weitere kommunale Planung.

Das vollständige Projektbeispiel ansehen →


Welche Voraussetzungen sind wichtig?

Benötigt werden insbesondere:

  • Gebäude- und Siedlungsinformationen
  • Wärmeverbrauchs- und Bedarfsinformationen
  • Heizungsarten und Energieträger
  • vorhandene Wärme- und Energieinfrastruktur
  • erneuerbare Wärme- und Abwärmepotenziale
  • kommunale Entwicklungsplanungen

Die konkreten Datensätze, Dienste, Datenhalter und Zugangswege finden Sie im Datenkatalog.


Nächste Schritte

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